Einer von fünf Gewinnern im Jubiläumswettbewerb "Zwanzig Jahre Biosphärenreservat - Bilanz und Perspektiven“

Anfang April 2014 hat der Biosphärenreservatsrat zum Projektwettbewerb „20 Jahre Leben im Biosphärenreservat“ aufgerufen. Bei diesem haben sich engagierte Bürger und Unternehmer mit ihrem Projekt beworben, mit dem sie sich in den vergangenen zwanzig Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen im eigenen Haus, im eigenen Ort oder der Region eingesetzt haben. „36 Bewerbungen sind bei der Biosphärenreservatsverwaltung eingegangen“, weiß Peter Heyne, der Leiter des Biosphärenreservats. Die Projekte sind dabei in ganz unterschiedlichen Bereichen angesiedelt: von der Gestaltung des privaten Gartens, über die Etablierung eines neuen Produktes bis hin zu Heimatschutzprojekten. Teilgenommen haben Unternehmen, Privatpersonen, Gemeinden und Vereine.
Am 7. Juli 2014 tagte die Jury zur Auswertung des Projektwettbewerbs „Zwanzig Jahre Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft – Bilanz und Perspektiven“. Die zahlreichen Einsendungen beeindruckten in ihrer Vielfalt und im Ideenreichtum der Einwohner des Biosphärenreservats.
Insgesamt dreißig Beiträge können in die Jubiläumsausstellung aufgenommen werden. Die Auswertung erfolgte anhand von fünfzehn Kriterien, in denen die Projekte vor allem auf die Übereinstimmung mit den UNESCO-Kriterien für Biosphärenreservate geprüft wurden.
Mit großem Engagement schafft es die Inselteichgemeinschaft Radibor e.V. seit 40 Jahren, zusammen mit Jung und Alt das Gemeindezentrum rund um den Inselteich in Radibor zu gestalten und zu erhalten. Sie erhielt dafür den ersten Preis der Kategorie „Lebendiges Gemeindeleben“.

„Seit 1974 erhalten und bewirtschaften wir als Interessensgemeinschaft den aufgelassenen Inselteich in Radibor. Das Gelände ist ein wichtiger Ort für unser Gemeindeleben. Hier finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt. Dazu gehört z.B. das Fischerfest am Inselteich, welches wir mit unserer ungarischen Partnergemeinde feiern. Im Oktober veranstalten wir das Radiborer Querfeldein. Gemeinsam ersetzten wir im Jahr 2011 zwei alte Hütten gegen ein neues Vereinshaus. Unsere Kinder gestalteten das Gelände mit einem Insektenhotel mit. Alle diese Aktivitäten leisten wir gemeinsam in Arbeitseinsätzen, bei denen Menschen jeden Alters dabei sind und gebraucht werden.“, fasst der Vereinsvorstand die Aktivitäten zusammen.